Benin

Die Projekte

Aufbau eines Kinderrechte schützenden Umfelds zur Prävention von sexueller Gewalt, besonders an Mädchen, und zur Rehabilitation und Wiedereingliederung von Opfern.
Studie zur wirtschaftlichen und sexuellen Ausbeutung von Mädchen auf dem Gebrauchtwagenmarkt von Sèmè-Podji, Department Ouémé in Benin.


Unsere lokalen Partner

CIPCRE-Bénin (Cercle International pour la Promotion de la Création)

CIPCRE ist eine Nicht-Regierungsorganisation, die Anfang der 1990er Jahre in Kamerun gegründet wurde, 1995 folgte die Gründung von CIPCRE Benin, das im gleichen Jahr als NRO in Benin anerkannt wurde. Die Arbeit von CIPCRE basiert auf christlichen, ethischen Werten. Grundzielsetzung der NRO ist es, die eigene Entwicklung voranzutreiben unter Berücksichtigung einer ökologischen Grundhaltung im weitesten Sinne. Im Zentrum der Arbeit mit der Bevölkerung steht immer die eigene Verantwortung für ihre Entwicklung und für die des Landes. Damit möchte CIPCRE seinen Beitrag zur Entwicklung Afrikas leisten, ebenso wie zum Aufbau einer auf christlichen Grundsätzen beruhenden, demokratischen, gerechten, humanen und gesunden Welt. Entsprechend seiner christlich-humanitären Grundeinstellung engagiert sich CIPCRE Benin seit vielen Jahren für die Umsetzung von Menschenrechten und die Aufhebung von Ungleichheiten, Benachteiligungen oder gar Gewalt an benachteiligten Personen und besonders an Kindern. So führen sie regelmäßig Aktionen mit Schülern und Auszubildenden durch, unterstützen Handwerker und ihre Auszubildenden, fördern die Gleichberechtigung von jungen Auszubildenden (Jungen und Mädchen) und deren schulische Fortbildung (parallel zur handwerklichen Ausbildung) und führen Kampagnen zu verschiedenen Themen zur Aufhebung von Ungleichheiten durch. Im Jahr 2008 hat die NRO eine Studie zum Thema ‚Kinderhandel zur sexuellen Ausbeutung‘ (s. dazu auch ihre Internetseite) durchgeführt, die, aufgrund der erschreckenden Ergebnisse, zu einer groß angelegten, landesweiten Kampagne geführt hat (Ende 2009).Die NRO möchte sich nun verstärkt für die Umsetzung von Kinderrechten einsetzen und, nach den Ergebnissen der Studie von 2008 und den ermutigenden und zustimmenden Reaktionen auf die Kampagne in 2009, spezifisch für den Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Mädchen.


ESGB / ‘La Passerelle’ (Espace Solidarité Globale Bénin)

ESGB ist ebenfalls eine anerkannte Nicht-Regierungsorganisation, die 1998 mit der Zielsetzung gegründet wurde, in Not geratenen Mädchen und Jugendlichen zu helfen und sie bei der Umsetzung ihrer Rechte zu unterstützen und gemeinsam neue Lebenswege zu suchen. Schwerpunkt der Arbeit ist die Förderung von Mädchen zwischen 6-18 Jahren. Ausgangspunkt ist dabei die Sozialarbeit im offenen Milieu an strategisch zentralen Orten in Porto-Novo (Markt Ouando bzw. zentraler öffentlicher Platz Bayol). Dort wird Aufklärungsarbeit durchgeführt, aber hier treffen die Sozialarbeiter auch auf die Kinder und besonders auf Mädchen, die dort arbeiten, aus einem armen Milieu kommen und Opfer von Kinderhandel oder bereits Straßenkinder sind; sie alle sind einem erhöhten Risiko gegenüber Ausbeutung und Missbrauch, im schlimmsten Fall sexuellem Missbrauch, ausgesetzt und suchen häufig Möglichkeiten und Perspektiven, um diesem Milieu mit seinen Gefahren zu entkommen.

Aufgrund des dringenden Bedarfs (es gab keine Zentren im Raum Porto-Novo, die in Not geratenen Mädchen Unterkunft und Unterstützung boten), hat die NRO das Zentrum ‚La Passerelle‘ gegründet. Hier finden Mädchen, die kein Zuhause oder keine Verbindung mehr zu ihrer Familie haben, vorübergehend Unterkunft, Fürsorge und Unterstützung für die Bewältigung ihrer Probleme. Die NRO hilft ihnen, zunächst ihre dringendsten Bedürfnisse nach Schutz, Nahrung, Gesundheit und später auch nach Bildung und/oder Ausbildung zu befriedigen und so ihre Grundrechte zu verwirklichen. Die Mädchen bleiben normalerweise nicht langfristig im Zentrum, sondern werden nach einer intensiven Mediationsarbeit mit ihren Familien dort oder bei Verwandten reintegriert, wo sie gezielt die Verwirklichung ihres ‚Lebensprojektes‘ angehen können. Die NRO sichert, soweit möglich, eine weitere Begleitung der Kinder ab.


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