Ihre Geldauflagen helfen Kindern im Gefängnis!

 

 

Zuweisung von Bußgeldern und Geldauflagen

 

Geldauflagen und Bußgelder, die von Staatsanwaltschaften und Strafgerichten zugewiesen werden, sind für Kinderrechte Afrika e. V. eine große Unterstützung. Damit helfen Richter(innen) und Staatsanwält(inn)e(n) uns, das Schicksal jener Kinder zu verändern, denen selbst das Recht auf angemessene Behandlung in Strafrecht und Strafverfahren verweigert wird.

Hintergrund

 

Kinder in afrikanischen Gefängnissen: eine vergessene, missbrauchte und geächtete Randgruppe. Oft unschuldig oder wegen Bagatelldelikten weggesperrt, verbringen diese Kinder Monate, manchmal Jahre in Untersuchungshaft, ohne je einem Richter vorgeführt zu werden.

 

Die gesetzlich geregelten Mindestgarantien, die beispielsweise in der UN-Kinderrechtskonvention (KRK) festgelegt sind, für den Fall, dass ein Kind der Verletzung der Strafgesetze beschuldigt wird, werden oft nicht eingehalten.

 

  • Kinder und Jugendliche erhalten selten "geeigneten Beistand zur Vorbereitung und Wahrnehmung ihrer Verteidigung" (Vgl. Art. 40 Abs. 2 II KRK).
  • Kinder und Jugendliche sitzen monatelang, ohne entsprechenden Haftbefehl oder eine Verurteilung, im Gefängnis, weil sie zum Beispiel verzweifelt und von der Not gedrungen, etwas zu essen geklaut haben oder weil sie Opfer einer Razzia wurden. Oft warten Kinder und Jugendliche unverhältnismäßig lang auf Gerichtsverfahren und Rechtssprechung (Vgl. Art . 40 Abs. 2 III und Abs. 4 KRK).
  • Auch falls es zu einem Gerichtsverfahren kommt, wird den Kindern und Jugendlichen, die einer Straftat bezichtigt werden, kein rechtskundiger Beistand zur Verfügung gestellt (Vgl. Art. 40 Abs. 2 III KRK).
  • Das strafmündige Mindestalter wird von afrikanischen Behörden selten beachtet. Minderjährige werden vor Gericht gestellt, ohne dass ihre Minderjährigkeit überprüft worden ist (Vgl. Art. 40 Abs. 3a KRK).
  • Kinder und Jugendliche sind in der Regel in afrikanischen Gefängnissen nicht von den Erwachsenen durch einen separaten Trakt getrennt, weswegen es vermehrt zu sexuellen Übergriffen und Missbrauch kommt (Vgl. Art. 40 Abs. 3b und Abs. 4 KRK).


Die Zellen sind überfüllt und die sanitären Anlagen oft in katastrophalem Zustand. Die hygienischen Zustände begünstigen Entstehung und Verbreitung von Krankheiten. Die Stärkeren erkämpfen sich die Essensrationen. Gewalt und sexuelle Übergriffe durch erwachsene Mithäftlinge und Aufsichtspersonal sind an der Tagesordnung. Ein sinnloser, stumpfer Tagesablauf lässt viele der Kinder früh zerbrechen und zu Drogen greifen.

 

Ihre Geldauflagen helfen Kindern im Gefängnis!
Die gesetzlich geregelten Mindestgarantien, für den Fall, dass ein Kind einer Straftat beschuldigt wird, werden in unseren Partnerländern oft nicht eingehalten. Durch 20 Jahre Projektarbeit und -erfahrung, konnten wir bereits grundlegende Veränderungen in 7 Ländern und 32 Städten bzw. Haftanstalten erreichen.

Roi (15), aus Not in die Kriminalität gerutscht (Togo)

Der inzwischen 15-jährige Roi kommt aus schwierigen familiären Verhältnissen. Sein Vater verstarb, als er drei Jahre alt war. Seitdem musste die Mutter ihn und seine drei großen Brüder alleine versorgen, indem sie das lokale Bier verkaufte. Seit über zwei Jahren leidet sie jedoch an einer Herzkrankheit und liegt im Sterben. Da sich die Kinder fortan selbst versorgen mussten, wurde Roi von seinem älteren Bruder überredet, einem Diebstahlnetz beizutreten. Gemeinsam stahlen sie regelmäßig, wobei das Diebesgut vom älteren Bruder weiterverkauft wurde. Im August 2015, als sie in einer Schule etwas klauen wollten, bemerkte sie ein anderes Kind und verständigte den Schulleiter.

 

Dieser brachte Roi und seine zwei Komplizen zur Polizeistation, welche die Brüder dann weiter an den Kinderrichter vermittelte. Der erkannte, dass Roi als der Kleinste von den Älteren ausgenutzt worden war und vermittelte ihn an das Transitzentrum von CREUSET, damit er eine Schule besuche. Die Mitarbeitenden der Organisation stellten fest, dass Roi enorm aufgeweckt, intelligent und gelehrig ist. Er besucht derzeit die zehnte Klasse und zeigt sich auch dort als sehr vorbildlicher Schüler.

Was wir bereits erreicht haben

 

Durch 20 Jahre Projektarbeit und -erfahrung, erreichte Kinderrechte Afrika e.V. bereits grundlegende Veränderungen in 7 Ländern und 32 Städten bzw. Haftanstalten erreicht werden. Abkommen mit den grundsätzlich reformwilligen Staaten garantieren den Projektmitarbeitern jederzeit freien Zugang zu den inhaftierten Kindern.

Was wir in Kooperation mit unseren afrikanischen Partnern hin bisher erreicht haben:

  • Verbesserung der allgemeinen Haftbedingungen für Kinder und Jugendliche (e.g. Nahrungsmittelversorgung, Sanitäranlagen)
  • Verbesserung der Haftbedingungen für junge Mütter mit ihren Kleinkindern sowie Kinder und Jugendliche
  • Einrichtung von separaten Gefängnistrakten für Kinder und Jugendliche
  • Grundschulbildung und ein Angebot an sportlichen Aktivitäten in den Kinder- und Jugendtrakten
  • Rechtsbeistandschaft für inhaftierte oder sich noch in Untersuchungshaft befindende Kinder und Jugendliche
  • Verringerung der Untersuchungshaftdauer auf wenige Monate
  • Erarbeitung von kommentierten Gesetzessammlungen der nationalen sowie internationalen Kinderrechtsnormen und konkreten Handlungsanleitungen zum besseren Schutz von Kinderrechten
  • Schulung von bislang ca. 7.000 Polizei, Justiz- und Vollzugsbeamten
  • Haftentlassung oder Haftverschonung für 20.000 unschuldig oder unrecht inhaftierte Kinder- und Jugendliche

Diese 20.000 Kinder und Jugendlichen erhielten eine neue Chance durch die Aufnahme in Sozialzentren, die Vermittlung von Lehrstellen sowie die Rückführung in ihre Familien.

 

Beispiel: Schulbesuch während der Haft
Einschulung inhaftierter Jugendlicher.pd[...]
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Ihr Beitrag bietet Zukunft für Kinder in Not

 

Können Sie selbst über die Zuweisung von Geldauflagen entscheiden oder kennen Sie Strafrichter bzw. Staats- und Amtsanwälte?

 

Dann empfehlen Sie uns gern weiter!

Wir sind in der Liste der zuweisungsberechtigten Organisationen bei den Oberlandesgerichten bundesweit eingetragen. Gerne stellen wir den zuweisenden Gerichten und Staatsanwaltschaften entsprechende Unterlagen (Faltblätter, Überweisungsvordrucke, Adressaufkleber usw.) zur Verfügung.

Wir garantieren eine transparente Abwicklung und eine satzungsgemäße Verwendung der Zuweisungen.

Unser Konto für Bußgelder und Geldauflagen

 

Konto-Nr.: 4877570
BLZ: 66450050 (Sparkasse Ortenau)
IBAN: DE 40 6645 0050 0004 8775 70
BIC: SOLADES 1OFG

 

Bewegung und sportlicher Ausgleich für Minderjährige im Gefängnis

Titelbild: Kinder im Gefängnis in der D. R. Kongo erhalten Rechtsbeistand und besprechen sich mit einem Anwalt. © Kinderrechte Afrika e. V.

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