Ghana: Schutz vor Kinderhandel sowie Früh- und Zwangsheirat

 

Projekttitel: Förderung des Schutzes vor Kinderhandel und Früh- bzw. Zwangsheirat in der nördlichen Region Ghanas

 

Projektregion: Northern Region, Ghana

 

Laufzeit: 01.06.2019 – 31.05.2022

 

Lokaler Projektpartner: PAORP-VWC (Pan-African Organisation for Research and Protection of Violence on Women and Children)

Hintergründe

In der Nordregion Ghanas leben fast 90% der Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Verbreitete Armut, ein geringer Bildungsstand und wenig Aufklärung über die Gefahren für Kinder führen dazu, dass schädliche Praktiken, wie Kinderhandel (derzeit die drittgrößte kriminelle Aktivität weltweit) und Frühheirat, weit verbreitet sind. In der Projektregion wird jedes vierte Mädchen vor seinem 18. Geburtstag verheiratet. Damit verbunden sind sexuelle Ausbeutung, Frühschwangerschaften sowie häufige Schulabbrüche unter Mädchen - mit weitreichenden Folgen! Weniger als ein Drittel der Bevölkerung ist alphabetisiert und lediglich 37% davon sind Frauen. Trotz nationaler Gesetze, die Früh- und Zwangsheirat verbieten, werden in der Praxis oft weder Alter noch Zustimmung des betroffenen Mädchens berücksichtigt, dem dadurch die Chance auf (Aus-)Bildung und eine selbstbestimmte Zukunft genommen wird.

Projektziele

  • In den Projektdistrikten ist das Bewusstsein für die Rechte von Kindern gestiegen und für den Kindesschutz verantwortliche Akteure von Staat und Zivilgesellschaft tragen aktiv dazu bei, Kinder vor schädlichen kulturellen Praktiken wie Früh- und Zwangsheirat sowie Kinderhandel wirksamer zu schützen.
  • Geschulte Medienvertreter(innen)  und ausgebildete jugendliche Führungspersönlichkeiten sind sich ihrer Rolle beim Schutz von Kindern bewusst und wissen, wie sie dazu beitragen können, die breite Öffentlichkeit über Kinderrechte und Kinderrechtsverletzungen, insbesondere schädliche kulturelle Praktiken und Kinderhandel aufzuklären.
  • Kinder im Projektgebiet sind sich bewusst, dass es Gesetze zu ihrem Schutz gibt. Sie kennen ihre Rechte sowie Pflichten und wissen, was sie selbst konkret zur Wahrung ihrer Rechte beitragen können.

Zielgruppen

Direkte Zielgruppen:

  • 15.000 Kinder aus den 4 Projektdistrikten in der Northern Region
  • 4.000 Eltern.

 

Indirekte Zielgruppe:

  • Bevölkerung in 4 Distrikten in der Northern Region
  • 300 staatliche Entscheidungsträger(innen) und zivilgesellschaftliche Führungsautoritäten
  • 35 Medienvertreter(innen)
  • 195 erwachsene Multiplikator(inn)en und 40 Ehrenamtliche
  • 120 Vertreter(innen) von Eltern-Lehrer-Vereinigungen, Schulleitungen und Schulverwaltungsausschüssen.

Maßnahmen

  • Gründen und Betreiben eines lokalen Gemeinschaftsradios. Mit Hilfe der Radiosendungen wird die lokale Bevölkerung für Kinderrechte sensibilisiert.
  • Kulturelle Theater-, Gesangs- und Tanzveranstaltungen, in denen schädliche traditionelle Praktiken thematisiert werden sowie Durbars (traditionelle Gemeindeveranstaltungen), in denen Kinder mit Theaterstücken und Sketchen die teils verheerenden Folgen von Früh- und Zwangsehen aufzeigen.
  • Workshops, in denen staatliche Entscheidungsträger(innen) und zivilgesellschaftliche Führungsautoritäten lernen, schädliche Praktiken zu erkennen und Lösungsansätze zu finden.
  • Aufklärung von Kindern in Lern- und Spielzentren über ihre Rechte, insbesondere das Recht auf Selbstbestimmung in Bezug auf den eigenen Körper.
  • Sammlung und Dokumentation von traditionellen Märchen, Fabeln, Sprichwörtern und Weisheiten, die eine positive Botschaft über das Kindeswohl in lokalen Sprachen vermitteln. Diese dienen PAORP-VWC zur Vermittlung von Kinderrechten und der elterlichen Verantwortung in ländlichen Gebieten.
  • Erarbeiten, Veröffentlichen und Verbreiten eines Handbuchs zu Kindesschutzgesetzen welches in drei lokale Sprachen übersetzt wird.

Finanzierung

Projektkosten: 651.200 Euro

 

Finanzpartner:

  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Hungermarsch Schwetzingen
  • PAORP-VWC
  • Kinderrechte Afrika e.V. (Eigenmittel, d.h. Spenden)

 

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Spendenkonto:

Sparkasse Offenburg/Ortenau

Kinderrechte Afrika e. V.

BIC: SOLADES1OFG

IBAN:

DE69 6645 0050 0076 0040 44

Kinderrechte Afrika e. V.

Schillerstraße 16

D-77933 Lahr

 

Tel.: 07821/38855

Fax: 07821/985755

info[at]kinderrechte-afrika.org

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