Projekttitel: Kinder und Jugendliche als Akteure für Umwelt- und Klimaschutz in Schulen und Gemeinden
Projektgebiete: Gemeinde Dangbo in Benin, Gemeinde Kaélé im äußersten Norden Kameruns, Gemeinde Mbouda in Kamerun und Gemeinde Koza 2 in Togo
Projektdauer: 01.02.2026 – 30.06.2028 (27 Monate und 2 Monate für die externe Endevaluierung)
Lokale Projektpartner: ESGB-Benin, ALDEPA-Kamerun, CIPCRE-Kamerun und CREUSET-Togo
Benin, Kamerun und Togo tragen wenig zum globalen Klimawandel bei, leiden aber unter den Folgen von langanhaltenden Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen, Erosion, Wüstenbildung und Landdegradation. Landbewohner, die von der Landwirtschaft leben, insbesondere Kinder und andere gefährdete Gruppen, sind am stärksten betroffen. Wasserverschmutzung, übermäßiger Einsatz chemischer Inputs, Abholzung und schwache lokale Umweltmanagementstrukturen verschärfen die Lage. In einigen Gebieten, insbesondere im Sahel, bedrohen die Knappheit und Verunreinigung der Wasserressourcen direkt Gesundheit, Ernährungssicherheit und Zugang zu Trinkwasser, das für mehr als die Hälfte der betroffenen Bevölkerung bereits unzureichend ist.
Diese Zustände führen zu Gesundheitsproblemen, wasserübertragenen Krankheiten, Mangelernährung und verschärfen Armut, was andere Verletzungen der Kinderrechte (frühe Heirat, Menschenhandel, Nicht-Schulbildung usw.) fördert. Obwohl alle drei Länder internationale Instrumente zum Schutz der Kinderrechte ratifiziert haben, darunter Gesundheit, Bildung und das Recht auf eine gesunde Umwelt, bleibt deren Umsetzung begrenzt. Nationale Politiken integrieren Umweltfragen und Kinderbeteiligung weiterhin nicht ausreichend, insbesondere in ländlichen Gebieten. Bestehende Initiativen verknüpfen selten effektiv die Umweltdimension mit Kinderrechten.
Angesichts dieser Beobachtung wird das Projekt mit der Notwendigkeit gerechtfertigt, die Resilienz lokaler Gemeinschaften zu stärken, indem Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt der Lösungen stehen. Im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung, einschließlich des Kampfes gegen Hunger und Klimawandel, verfolgt sie einen innovativen Ansatz, der Umweltschutz und Förderung der Kinderrechte verbindet. Das Ziel ist es, Kinder, oft betroffen von den Wirkungen von Klimakrisen, in engagierte Akteure zu verwandeln, die in der Lage sind, lokale Lösungen (u. a. Recycling, nachhaltige Praktiken, Sensibilisierung) vorzuschlagen und umzusetzen.
Das Projekt basiert auf regionaler Zusammenarbeit zwischen vier Partnern mit komplementärer Expertise, um auf grenzüberschreitende Umweltherausforderungen zu reagieren, gemeinsame Ansätze zu testen und die Übertragbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen. Durch seinen Pilot- und partizipativen Charakter zielt es darauf ab, ein reproduzierbares Modell zu schaffen, um Kinder und Jugendliche zum Schutz der Umwelt und des Klimas zu mobilisieren.
Übergeordnetes Ziel: Das Projekt trägt dazu bei, dass Kinder in Benin, Kamerun und Togo in einer gesunden und nachhaltigen Umgebung leben.
Projektziel: In den Gemeinden Dangbo in Benin, Mbouda und Kaélé in Kamerun sowie Kozah 2 in Togo fördern 4.000 Kinder in und mit ihren Schulen und Kommunen nachhaltige und umweltfreundliche Praktiken, die ihre Rechte respektieren und auf verschiedene Regionen übertragbar sind.
Teilziele
Direkte Zielgruppe
Indirekte Zielgruppe
Projektkosten: 645.120,00 Euro
Finanzpartner:
· Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
· Kinderrechte Afrika e. V. und unsere lokalen Partner (Spenden)
Titelbild: Ein Kind gießt die Salatpflanzen auf dem Bauernhof von CREUSET, © Luise Hoffmann