Jedes Kind entwickelt sich und interagiert in einem politischen, sozialen und familiären Umfeld, das seine Rechte und seine Würde schützt und fördert. Es ist ein verantwortungsvoll handelndes und respektiertes Mitglied der Gemeinschaft.
Wir tragen zur Entwicklung eines politischen, sozialen und familiären Umfelds bei, in dem die Rechte von Kindern wahrgenommen, geschützt und gefördert werden. Unser Fokus liegt dabei auf dem afrikanischen Kontinent und der Zusammenarbeit mit lokalen Partnerstrukturen.
Kinderrechte Afrika e.V. engagiert sich für das Wohl und die Rechte dieser Kinder, damit sie in Würde, in Frieden und Freiheit aufwachsen können
und eine Chance auf Zukunft haben.
Sie haben - wie alle Kinder - ein Recht auf Zukunft!
Dazu brauchen sie Schutz, Förderung und Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Rechte, vor allem
Beratung und Unterstützung auf Basis langjähriger Erfahrung
Unsere Mitarbeitenden und Mitglieder bringen ihre vielfältige Expertise ein, die u. a. auf langjähriger Afrika- und Projekterfahrung insbesondere im Kinderrechtsbereich beruht. Mit unserem Beratungsangebot KiRA-Consult stellen wir diese Expertise auch anderen Organisationen und Akteuren zur Verfügung.
Wir arbeiten nach anerkannten Standards der Projektplanung und des Projektmanagements. Die Qualität unserer Projektanträge sowie unserer Wirkungs- und Finanzberichte wird von Finanzgebern sehr geschätzt.
Mit unseren Projekten befähigen und stärken wir lokale Umsetzungspartner und Akteure des Kinderschutzes für die Ausübung ihrer Rolle und insbesondere Kinder selbst zur Wahrnehmung ihrer Rechte.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit engagierten Partnerorganisationen
Unsere wertvollsten Verbündeten sind unsere Partnerorganisationen in den Projektländern mit ihrer fachlichen und kulturellen Expertise, ihren Erfahrungen, ihrem guten Ruf und ihrem herausragenden Engagement für das Wohl der Kinder.
Wir fördern insbesondere kleine, engagierte und lernbereite Organisationen, um gemeinsam ihre Rolle als kompetente und wirkungsvolle Kinderrechtsakteure zu stärken. Viele unserer Partner haben sich in diesem Prozess bereits als anerkannte Organisationen etabliert, die auf nationaler Ebene als Referenz für Kinderrechte gelten und ihre Expertise zunehmend auch auf internationaler Ebene einbringen.
Wir begleiten unsere Partnerorganisationen bei der Umsetzung ihrer Projekte und darüber hinaus oft langfristig, wobei der Aufbau nachhaltiger Strukturen und Prozesse im Vordergrund steht. Dabei unterstützen wir unsere Partner nicht nur finanziell, sondern auch fachlich und menschlich.
Wir wählen unsere Partner sorgfältig aus und überprüfen vor jedem neuen gemeinsamen Projekt die Erfüllung unserer Partnerschaftskriterien. Neben dem Engagement unserer Partner zur Einhaltung professioneller Standards bewerten wir auch das Potential, mögliche Schwierigkeiten oder Schwachstellen mit unserer Unterstützung überwinden zu können.
Unsere Arbeitsweise: ganzheitlich, wirkungsorientiert und kontextsensibel
Wir arbeiten mit unseren Partnern in den Projektgebieten tiefgründig mit einem ganzheitlichen Ansatz. Die Qualität unserer Interventionen, im Sinne einer nachhaltigen Verankerung positiver Veränderungen, hat stets Vorrang vor ihrer quantitativen Ausweitung.
Unser Mehrebenen-Ansatz verbindet Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation von Kindern in ihrem unmittelbaren Umfeld, mit der Zivilgesellschaft und staatlichen Akteuren bzw. Instanzen. Wir fördern bewusst den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen dem Staat und der Zivilgesellschaft zur Stärkung eines Umfelds, in dem die Rechte von Kindern wahrgenommen, geschützt und gefördert werden.
Durch einen historisch und kulturell sensiblen Ansatz gelingt es uns, in den Projektgebieten Zustimmung, Anerkennung und Unterstützung für unsere kinderrechtlichen Anliegen zu gewinnen. Hierfür arbeiten wir mit religiösen und traditionellen Führungspersonen, lokalen Strukturen und Vereinigungen, Medien sowie Kindergruppen zusammen. Der Zugang gelingt über unsere lokalen Partnerorganisationen, die mit der jeweiligen Kultur und Sprache vertraut sind. Dabei werden positive Bräuche und Traditionen aufgewertet und ihre Übereinstimmung mit den Kinderrechten sichtbar gemacht.
Wir setzen auf lokale Lösungen, die vor Ort mit den vorhandenen oder durch die Projektarbeit geschaffenen Mitteln und Kompetenzen fortgeführt werden können. Hierbei erfolgt nach Möglichkeit eine Nachbegleitung der verantwortlichen Akteure durch unsere Partner nach Projektende.
Unsere Projekte entwickeln wir gemeinsam und im Dialog mit unseren Partnerorganisationen basierend auf den Erfahrungen und Erkenntnissen aus vorangegangenen Projekten sowie den gesammelten Informationen aus den Projektgebieten. Vertreter*innen unserer Zielgruppen, insbesondere der Kinder, werden in die Projektplanung einbezogen. Dabei entwickeln wir unsere Ansätze kontinuierlich weiter oder identifizieren Möglichkeiten der Skalierung, beispielsweise über die Befähigung weiterer Partner und Akteure.
Neue Thematiken, denen unsere Partner bei ihrer Arbeit begegnen, greifen wir auf, wenn sie zu unseren gemeinsamen Zielen und Kompetenzen passen.
Wir stehen in ständigem Austausch mit unseren Partnern und beobachten die Entwicklungen in den Projektgebieten. Notwendige Projektanpassungen prüfen wir zunächst mit unseren Umsetzungs- und dann mit unseren Finanzpartnern.
Wir erproben neue, innovative Ansätze als Ergänzung zu bewährten Vorgehensweisen oder im Rahmen von Pilotvorhaben.
Partnerschaft mit Kindern und anderen Kinderrechtsakteuren
Gemeinsam mit unseren Partnern bereiten wir bewährte Ansätze in Good-Practice-Handbüchern und anderen Publikationen auf und machen sie anderen Akteuren zugänglich.
Unsere Partner übernehmen im Sinne des Kindeswohls zunehmend auch eine Ausbilderfunktion. D.h. sie schulen, coachen und begleiten andere Organisationen, Vereine, Gruppen, Akteure, Kinderschutzeinrichtungen und sonstige Träger des Kinderschutzes, auch wenn sie dadurch ihr Alleinstellungsmerkmal verlieren.
Wir unterstützen die Vernetzung von Kinderrechtsakteuren, z. B. zivilgesellschaftlichen Organisationen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene. Auf internationaler Ebene unterstützen wir den Austausch unserer Partner untereinander, beispielsweise in Regionalprogrammen.
Durch unsere Projektarbeit gelingt es uns, Kindern eine Stimme zu geben und damit auf ihre Rechte und Unterstützungsbedarfe aufmerksam zu machen, sie als fühlende und handelnde Mitmenschen sowie als engagierte Akteure für eine bessere Zukunft sichtbar zu machen. Dazu gehören insbesondere jene Kinder, die in ihrem Umfeld oft ausgegrenzt oder benachteiligt werden und deren Notsituation kein Medienereignis ist, z. B. Kinder, die nicht zur Schule gehen, Mädchen, insbesondere jene, die früh verheiratet werden sollen oder in Haushalten ausgebeutet werden, Kinder, deren Familien kaum das Nötigste zum Überleben haben, Kinder, die auf der Straße leben, Kinder in Gefängnissen oder in Konflikt mit dem Gesetz, Kinder, die der Hexerei bezichtigt werden, etc.
Titelbild: Kinder in Benin machen sich auf den Weg in die Schule. Kinder haben ein Recht auf Bildung, UN-KRK Art. 28. © ESGB