Kinderrechte Afrika e.V.; ESGB; Benin
Kinderrechte Afrika e.V.; ESGB; Benin
 

Benin: ESGB

ESGB ist eine unserer Partnerorganisationen in Benin.

 

Gründung: 1998
Staatliche Anerkennung: 2005
Hauptsitz: Porto-Novo, Benin

Vollständiger Name: Espace Solidarité Globale Bénin

 

Institutionelle Ziele

 

Unterstützung benachteiligter Bevölkerungsgruppen, vor allem Frauen und Kinder,

 

für das Recht auf Bildung, Ausbildung, medizinische Grundversorgung, Freizeit und freie Entfaltung.

 

 

Schwerpunkte

  • Benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Chance auf Zukunft geben durch Förderung ihrer Rechte und Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse (Bildung, medizinische Grundversorgung, vorberufliche Ausbildung, Spiel und Sport).
  • Förderung der Rechte des Kindes
  • Kampf gegen Kindesmissbrauch
  • Bekämpfung des Kinderhandels
  • Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Frauen

 

Im Kinderschutzzentrum la Passerelle können Kinder, denen Gewalt und Ausgrenzung widerfahren ist, sorglos spielen und lernen

Zusammenarbeit

Von 2010 bis 2016 führten wir mit ESBG gemeinsam ein Projekt zur Durchsetzung von Normen und Standards in Kinderschutzzentren durch.

 

Seit Januar 2017 läuft das Projekt zur Förderung eines schützenden familiären Umfelds für Kinder.

 

Unsere Partner CIPCRE-Bénin und ESGB arbeiten zusammen. Während ESGB sich um die Begleitung, Rehabilitation, Wiedereingliederung und Nachbetreuung betroffener Kinder kümmert, leistet CIPCRE Aufklärungsarbeit, um ein Kinderrechte schützendes Umfeld zu schaffen. Ein Beispiel zur Betreuungsarbeit von ESGB lesen Sie unten.

 

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Unsere Partner über die Zusammenarbeit

Samuel HOUSSOU (Geschäftsführer von ESGB)


„Dank der Zusammenarbeit mit Kinderrechte Afrika e. V. (KiRA) sind wir in der Lage, uns wirksamer für die Rehabilitierung von Kindern einzusetzen, die Opfer von Gewalt und Missbrauch wurden, und durch die Stärkung familiärer und sozialer Strukturen ein Kinder schützendes Umfeld zu schaffen.

 

Mit Unterstützung von KiRA können wir mehr als 500 Kinder pro Jahr betreuen und juristisch gegen die Straftäter(innen) vorgehen. Die verschiedenen Weiterbildungen durch die Experten von KiRA verbunden mit der Entwicklung geeigneter Arbeitsinstrumente haben ESGB/La Passerelle zu einer Einrichtung mit Modellcharakter im Bereich des Kinderschutzes gemacht, die vom Staat und von den verschiedenen zivilgesellschaftlichen Kinderschutznetzwerken in Benin anerkannt wird.“

Laetitia A. AKPLOGAN (Projektkoordinatorin)


„Die Zusammenarbeit mit KiRA ist eine sehr bereichernde Erfahrung. Sie ermöglicht uns, Kinder wirksam zu schützen. Dank dieser Zusammenarbeit erhalten Kinder in 10 Sozialeinrichtungen eine an ihre Bedürfnisse angepasste Betreuung und Begleitung. Sie erfahren die Achtung ihrer Rechte und finden neue Perspektiven für ihre Zukunft.

 

Die Verbesserung der Standards in den 10 Einrichtungen haben dazu beigetragen, die Lebensbedingungen der Kinder zu verbessern, die Kompetenzen der Mitarbeiterteams zu stärken, Synergien zwischen Zivilgesellschaft, Staat, Medien und Sozialgemeinschaften zu schaffen und gesunde Verwaltungs- und Finanzstrukturen zu etablieren. […]

 

KiRA unterstützt uns fachlich und finanziell bei der Schaffung eines Kinder schützenden und die Achtung von Rechtsnormen fördernden Umfelds.“

 

Hier geht's zur Video-Botschaft von Laetitia.

Das modellhafte Kinderschutzzentrum "La Passerelle"

Das Kinderschutzzentrum „La Passerelle“ von ESGB in Benin fängt Mädchen auf, die Gewalt, insbesondere sexuelle Gewalt und Ausbeutung, Vernachlässigung, Kinderhandel oder Ausgrenzung erfahren haben. Im Zentrum erhalten sie Schutz und Förderung, darunter medizinische, rechtliche, psychosoziale und pädagogische Begleitung. Sie werden auf ihre familiäre Wiedereingliederung vorbereitet sowie eingeschult oder in eine Ausbildung vermittelt. Nach der Rückkehr in ihre (Groß-)Familie werden die Mädchen dort nachbetreut.

Paula, 14 Jahre, vergewaltigt.

Paula (Name geändert) wuchs mit ihrer kleinen Schwester bei ihrer Tante auf. Als sie eines Tages in den Ferien aus dem Haus ging, um etwas für ihre Tante zu kaufen, kam sie an drei Männern vorbei, die im Schatten am Wegesrand saßen. Einer kam auf sie zu, um sie zu grüßen. Er schüttelte ihr die Hand. Als sie weiterging, bemerkte sie, dass er ihr folgte. Er packte sie gewaltsam. Sie versuchte sich zu wehren und schrie, aber er hielt sie fest. Er riss ihr die Sachen vom Leib und schlug sie mit aller Kraft. Sie rief um Hilfe, aber niemand kam. Als sie erschöpft war und sich nicht mehr wehren konnte, vergewaltigte er sie brutal. Sie konnte nicht mehr aufstehen und blieb auf dem Boden liegen. Ihre Schwester sah sie dort liegen und holte Hilfe, sodass man sie ins Krankenhaus bringen konnte. Paulas Tante weinte. Die Taxifahrer schrien vor Wut. Alle waren entsetzt. Paula schämte sich und hatte große Schmerzen. Ihre Tante fand heraus, wer der Täter war und suchte ihn zu Hause auf. Der heftige Wortwechsel alarmierte die Nachbarn. Sie kamen, hielten den Täter fest und brachten ihn zur Polizei. Am Tag darauf wurde er in Haft genommen. Paulas Tante wollte sich zu Hause um das Mädchen kümmern, aber das Sozialamt platzierte sie im Zentrum „La Passerelle“, wo sie eine angepasste psychologische und medizinische Betreuung erhalten konnte. Paula erholte sich schnell und geht nun auch wieder zur Schule.

Titelbild: Das Mitarbeiterteam von ESGB in La Passerelle. © ESGB

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D-77933 Lahr

 

Tel.: 07821/38855

Fax: 07821/985755

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