Kinderrechte Afrika e.V.; Benin; Kampf gegen sexuelle Gewalt
Kinderrechte Afrika e.V.; Benin; Kampf gegen sexuelle Gewalt
 

Was wir bisher erreicht haben

Unmittelbar für Kinder in Not- und Unrechtssituationen:

 

 

Kinderrechte Afrika e. V. unterstützt jährlich etwa 6.000 Kinder in Not. Seit 1996 wurden mehr als 115.000 Kinder durch 75 zum Großteil mehrjährige Projekte in 9 afrikanischen Ländern gefördert (Demokratische Republik Kongo, Togo, Mali, Elfenbeinküste, Senegal, Guinea, Liberia, Benin und Kamerun).

 

 

Für das Jahr 2015 haben wir unsere Kinderschutzmaßnahmen im Schaubild dargestellt
(konkrete Beispiele weiter unten):

Insgesamt erreicht haben wir von 1996 bis 2015:

 

  • Mehr als 25.000 Straßenkinder und Opfer von Gewalt und Ausbeutung sowie Kinderhandel erhielten Schutz, Obdach, psychosoziale Betreuung, Rechtsbeistand, Essen, Kleider, medizinische Hilfen, Grundbildung (Alphabetisierung) in 12 von Kinderrechte Afrika e. V. geförderten Kinderschutzzentren.
  • 14.000 Kinder konnten stabilisiert und erfolgreich in ihre Familien zurückgeführt und sozial reintegriert werden, erhielten eine (vor-)berufliche Ausbildung und oder eine Starthilfe.
  • 18.600 Kinder in ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen (Haushaltshilfen, Lastenträgerinnen, Arbeiter in Diamantenminen) erhielten Unterstützung bei der Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen, bei beruflicher Neuorientierung und Weiterbildung und durch Starthilfen für eine gewerbliche Existenz.
  • 2.400 Kleinkinder, die in einem besonders benachteiligten Milieu aufwachsen müssen, erhielten Förderung durch frühkindliche Bildung, Unterstützung bei der Einschulung und Nachhilfe (Schwerpunkt Mädchen).
  • 700 Säuglinge von minderjährigen Mädchen erhielten vor- und nachgeburtliche Hilfen, konnten unter angemessenen hygienischen und sozialen Bedingungen heranwachsen, erhielten eine Geburtsurkunde und Rechtsbeistand bei der Anerkennung des Kindes durch den Vater.
  • 1.200 ehemalige Kindersoldaten wurden nach ihrer Entwaffnung unterstützt bei ihrer sozialen Wiedereingliederung und beim Aufbau einer zivilen Existenz.
  • 1.650 bedürftige und gefährdete Kinder und Jugendliche, Opfer militärischer Auseinandersetzungen, erhielten psychosoziale Betreuung, Hilfen bei der Wiedereinschulung, eine handwerkliche oder landwirtschaftliche Ausbildung sowie Starthilfen für eine Erwerbstätigkeit.
  • für 25.500 Kinder in Gefängnissen und Polizeigewahrsam konnten die menschenunwürdigen Haftbedingungen verbessert werden. Sie erhielten, oft als Opfer staatlicher Willkür und Repression und inhaftiert wegen minimaler Delikte (z. B. versuchter Diebstahl eines Huhns!), psychosoziale Betreuung, medizinische Hilfen, wirksamen Rechtsbeistand zur Freilassung aus der Haft, Haft auf Bewährung, Haftverschonung oder zu einer Erziehungsmaßnahme als Haftalternative.
  • 1.400 Kleinkinder, die im Gefängnis geboren wurden oder ihre ersten Lebensjahre mit ihren inhaftierten Müttern hinter Gefängnismauern verbrachten, erhielten medizinische Hilfe bei der Geburt, nachgeburtliche Betreuung, Gesundheitsfürsorge und die notwendigen Impfungen, eine Geburtsurkunde, Zusatzernährung und frühkindliche Förderung.
  • 1.800 Kinder mit Behinderungen wurden durch physiotherapeutische Maßnahmen sowie frühkindliche Bildung gefördert, in die Regelschule integriert und betreut.
  • Mehr als 5.000 Kinder erhielten Unterstützung bei der nachträglichen Ausstellung einer Geburtsurkunde und damit eine eigene und einmalige Identität – ein elementares Kinderrecht. Ohne ein solches Dokument können Kinder nicht eingeschult werden bzw. keinen Schulabschluss machen oder einen Personalausweis erhalten. Für Kinder zur wirksameren Wahrnehmung ihrer Rechte
  • Schätzungsweise 120.000 Kinder wurden durch Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen über ihre Rechte (und auch alters- und reifebedingt über ihre Pflichten) informiert. Sie wurden ermutigt und geschult, ihre Rechte als Einzelne oder als Gruppe zu artikulieren bzw.
  • wahrzunehmen und befähigt Schutzmechanismen gegen Gewalt, sexuellen Missbrauch, z. B. in Schulen, Ausbeutung und Kinderhandel zu entwickeln.

 

 

Auf der politischen und zivilgesellschaftlichen Ebene:

  • Wir haben erfolgreich Initiativen zur Verbesserung der gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Kinder unterstützt.
  • Ergebnis: zunehmende Bereitschaft der afrikanischen Staaten, ihre Fürsorgepflicht für Kinder und ihre Verantwortung als Garant von Kinderrechten wahrzunehmen.
  • Dazu wurden beispielsweise 4.800 Personen aus Justiz-, Sozial- und Polizeiwesen für einen wirksameren Schutz von Kindern und eine bessere und nachhaltigere Beachtung ihrer Grundrechte geschult.
  • Mit unseren lokalen Partnern haben wir Kampagnen zur Bewusstseinsbildung für die Bekämpfung sexistischer Diskriminierungen von Mädchen, gegen Gewalt, sexuellen Missbrauch und Ausbeutung lanciert, die ein Tabu aufbrachen, Öffentlichkeit herstellten und zunehmend auch Strafverfolgung der Täter zur Folge haben.

Beispiele aus den Projekten

Durch unsere Projektarbeit hat sich die Situation für zahlreiche Kinder verbessert.

Hier eine Zwischenbilanz unseres Projektes in Togo, sowie eine Beurteilung unseres Projektes in Benin:

Zwischenbilanz Togo 2016.pdf
PDF-Dokument [295.6 KB]

 

Auch ein zentraler Erfolg unserer Arbeit:

die landesweite Einführung eines Verhaltenskodex zur Eindämmung sexueller Gewalt an Schulen in Benin.

 

Informationen zu den Ergebnissen unserer Arbeit haben wir für Sie auch in unseren Jahresberichten zusammengefasst.

Titelbild: Schüler und Schülerinnen einer Sekundarschule in Benin begleiten mit viel Engagement die offizielle Aufstellung des Schildes „Hier gilt: Null Toleranz bei sexuellem Missbrauch und Gewalt gegenüber Schülerinnen und Schülern“ an ihrer Einrichtung. © Elisabeth Munsch/Kinderrechte Afrika e. V.

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