Kamerun: Schutz vor Gewalt

Stärkung lokaler Kinderschutzmechanismen und des Selbstschutzpotentials von Kindern und Jugendlichen

Projekttitel: Stärkung der lokalen Kinderschutzmechanismen und des Selbstschutzpotentials der Kinder in 12 Gemeinden der Region Äußerster Norden für einen wirksameren Schutz von Kindern, insbesondere gegen Gewalt

 

Region: Äußerster Norden Kameruns


Laufzeit: 01.05.2021 bis 30.04.2024


Lokaler Partner: ALDEPA

Ausgangssituation

Die Projektregion gehört zu den bevölkerungsreichsten und gleichzeitig ärmsten Regionen Kameruns. Schädliche kulturelle Praktiken und die seit 2013 anhaltenden Übergriffe der Boko-Haram-Terrorgruppe betreffen Kinder und Jugendliche besonders. Dürreperioden und die COVID-19-Pandemie wirkten sich zudem direkt auf das Einkommen vieler Familien aus, die in der kargen Sahelzone ohnehin sehr wenig zum Leben haben. Dies hat u. a. zur Folge, dass immer mehr Eltern ihren elterlichen Fürsorge- und Erziehungspflichten nicht (ausreichend) nachkommen.

In städtischen Gebieten wird diese Situation nochmals verschärft durch den in den letzten Jahren stark gestiegenen Alkohol- und Drogenkonsum unter Kindern und Jugendlichen auf der Straße und damit einhergehend die Zunahme der Jugendkriminalität und -gewalt.

Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche, die in Not geraten, gibt es im Projektgebiet dagegen kaum. In Gemeinden und staatlichen Einrichtungen fehlen sowohl Präventionsstrategien in Form kindgerechter Maßnahmen und Materialien als auch die erforderlichen Kompetenzen, um Kinder in Notsituation und deren Familien wirksam bei der Rehabilitierung und Wiedereingliederung zu begleiten.

Projektziele

Oberziel (Impact):  Stärkung der lokalen Kinderschutzmechanismen und des Selbstschutzpotentials der Kinder in 12 Gemeinden der Region Äußerster Norden Kameruns für einen wirksameren Schutz von Kindern, insbesondere gegen Gewalt.

 

Projektziel (Outcome): 7.500 Kinder und Jugendliche im Projektgebiet, die Gewalt und Gefahren jeglicher Art (Schulabbruch, Alkohol-/Drogenkonsum etc.) ausgesetzt waren oder sind, profitieren von einem Umfeld, das sie wirksam schützt, unterstützt und ihre Wiedereingliederung nachhaltig fördert.

 

Unterziele (Output):

  1. Kinder und Jugendliche, die Gewalt und Gefahren jeglicher Art (Schulabbruch, Alkohol-/ Drogenkonsum etc.) ausgesetzt waren oder sind, haben im Projektgebiet Zugang zu Unterstützungsangeboten, die ihre Resilienz-Fähigkeiten stärken.
  2. 3.000 Kinder und Jugendliche haben Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben, um (u. a. als Juniorbotschafter(innen)) Kinderrechte und staatsbürgerliches Engagement insbesondere im Umfeld von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu fördern.
  3. 3.500 Eltern und lokale Führungskräfte verfügen über die notwendigen Fähigkeiten und Instrumente, um sich wirksam für eine verantwortungsvolle Elternschaft und Mechanismen zur Förderung der Kinderrechte in der Familie und Gemeinde einzusetzen.
  4. Das Wissen und die Umsetzungskompetenz bezüglich nachhaltiger Mechanismen und Strategien zur Förderung von Kinderrechten und zum Schutz von Kindern/Jugendlichen vor Gewalt, Ausbeutung, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Jugendkriminalität etc. ist bei 3.330 Mitgliedern der lokalen Zivilgesellschaft, Personen aus dem Bildungsbereich und Medienleuten in der Projektregion gestärkt.

Zielgruppen

  • 7.500 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 18 Jahren, die Gewalt und Gefahren jeglicher Art (Schulabbruch, Alkohol-/Drogenkonsum etc.) ausgesetzt waren oder sind
  • 3.500 Eltern sowie die Familien der am Projekt beteiligten Kinder und Jugendlichen
  • 3.330 Mitglieder der Zivilgesellschaft, Personen aus dem Bildungsbereich und Medienleute
  • 162 zivilgesellschaftliche Gruppierungen (lokale Kinder- und Jugendgruppen, Schutzkomitees etc.)
  • 25 Schulen und 10 Ausbildungszentren
  • 160 Vertreter(innen) von dezentralisierten staatlichen Behörden und Diensten
  • Universitäten, Fachhochschulen und Nichtregierungsorganisationen

Wesentliche Projektmaßnahmen

  • Redynamisierung von 72 Strukturen, durch die Kinder und Jugendliche zu Wort kommen können
  • Weiterbildung von 93 Beratungslehrer(inne)n und Gemeindemitgliedern, 120 Personen aus dem Bildungsbereich, 210 lokalen Führungskräften sowie zivilgesellschaftlichen Strukturen (Kinderschutzkomitees, Diskussionsgruppen, NRO etc.) und Medienvertreter(innen)
  • Rechtliche und inhaltliche Begleitung von 30 kommunalen Strukturen
  • Einrichtung und Coaching von Verwaltungsausschüssen und Schulräten
  • Ausstattung von 25 Schulen und 10 Ausbildungszentren mit Lern-, Spiel- und Arbeitsmaterialien
  • Errichtung und Instandhaltung von 6 Spielplätzen
  • regionale Konsultationstreffen mit 30 Kindern und Jugendlichen
  • Organisation eines Kinder- und Jugendcamps sowie eines Kinder- und Jugendforums
  • Organisation eines Wettbewerbs "Beste gewaltfreie Bildungseinrichtung" und "Beste gewaltfreie Gemeinde“
  • Produktion und Verbreitung von zwei kindgerechten Handbüchern
  • Erstellung eines Aufklärungsfilms zum Thema Kinder- und Jugendkriminalität/-gewalt
  • Herausgabe einer kleinen Broschüre positiver kultureller Praktiken, Erarbeitung eines Verhaltenskodex für Eltern und Erstellung weiterer Sensibilisierungsmaterialien
  • Produktion von vierteljährlichen Radiosendungen und Radiospots
  • Advocacy-Arbeit bei staatlichen und zivilgesellschaftlichen Kinderschutzakteuren
  • Erstellung einer Projektdokumentation inklusive guter Praktiken

Finanzierung

 

Projektkosten: ca. 543.400 Euro

 

Finanzpartner:

  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • ALDEPA und Kinderrechte Afrika e.V. (Eigenmittel, d.h. Spenden)
  • Und Sie? Wir suchen weitere Spenden und Finanzpartner für dieses Projekt. Jeder gespendete Euro wird vom BMZ verzehnfacht!

Titelbild: Eine Projektmitarbeiterin spricht mit Kindern über Gefahren des Lebens bzw. Arbeitens auf der Straße und über Schutzmechanismen. © ALDEPA

Spendenkonto:

Sparkasse Offenburg/Ortenau

Kinderrechte Afrika e. V.

BIC: SOLADES1OFG

IBAN:

DE69 6645 0050 0076 0040 44

Kinderrechte Afrika e. V.

Schillerstraße 16

D-77933 Lahr

 

Tel.: 07821/38855

Fax: 07821/985755

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